In den letzten Tagen häufen sich die Berichte, die darauf hindeuten, dass PlayStation-Konsolen verfolgen, wann ein Spiel zuletzt über das PlayStation Network online verifiziert wurde. Zunächst wurde dieses Verhalten für einen einfachen Fehler gehalten, der interne Systemdaten anzeigt, aber weitere Berichte - und sogar eine Antwort des PlayStation-Supports - haben Zweifel an dieser Annahme aufkommen lassen.
Nach einer kürzlichen Systemaktualisierung für die PlayStation 4 entdeckten Benutzer, dass neu gekaufte digitale Spiele nun einen Countdown-Timer auf der Registerkarte "Informationen" enthalten. Dieser Timer scheint ein 30-Tage-Gültigkeitsfenster seit dem letzten Online-Check-in anzuzeigen, sogar für Offline-Einzelspielertitel. Obwohl dieser Timer auf der PlayStation 5-Oberfläche nicht sichtbar ist, deuten einige Berichte darauf hin, dass das System diese Daten noch im Hintergrund verfolgt.
Da das Update noch nicht lange zurückliegt, konnte noch nicht bestätigt werden, ob Spiele nach Ablauf der 30-Tage-Frist tatsächlich nicht mehr funktionieren würden. Der YouTuber Spawn Wave hat jedoch versucht, dies zu testen, indem er die CMOS-Batterie einer PlayStation 5 zurückgesetzt hat, wodurch die interne Uhr des Systems zurückgesetzt wurde. Nach dem manuellen Einstellen eines neuen Datums konnten bestimmte digitale Spiele nicht gestartet werden, da eine Fehlermeldung angezeigt wurde, die besagte, dass das System die Lizenz nicht verifizieren konnte, ohne eine Verbindung mit dem Server herzustellen.
Als sich Nutzer an den PlayStation-Support wandten, hieß es in einer Antwort, dass Spiele, die nach dem Update vom März 2026 gekauft wurden, mindestens einmal alle 30 Tage eine Internetverbindung benötigen, um spielbar zu bleiben. Dies nährte die Befürchtung, dass möglicherweise ein strengeres DRM-System eingeführt wird.
Sony hat sich jedoch inzwischen zu dieser Situation geäußert. In einer kurzen Stellungnahme, die GameSpot vor kurzem zur Verfügung gestellt wurde, stellte das Unternehmen klar, dass das System nicht so restriktiv ist, wie zunächst angenommen. Laut Sony ist bei digitalen Spielen nur eine einmalige Online-Verifizierung erforderlich, um den Besitz zu bestätigen, und keine wiederkehrenden Prüfungen.

Das bedeutet, dass man sich nicht alle 30 Tage neu anmelden muss. Die einmalige Überprüfung soll wahrscheinlich den Missbrauch von Erstattungssystemen eindämmen und nicht den langfristigen Zugang beschränken. Nach dieser ersten Überprüfung sollten Einzelspielertitel ohne Online-Abhängigkeit unbegrenzt offline spielbar bleiben.
Insgesamt scheint es, dass Sony die Funktionsweise digitaler Lizenzen auf lange Sicht nicht grundlegend geändert hat. Besitzer von physischen Spielen sind davon nicht betroffen, und digitale Nutzer sollten weiterhin in der Lage sein, ohne wiederholte Online-Validierung auf ihre Käufe zuzugreifen.
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