ASRock präsentiert neue Radeon RX 9050 mit RDNA-4-Technik

Die neue Radeon RX 9050: ASRock bringt RDNA-4 für Einsteiger

ASRock hat möglicherweise gerade die Katze aus dem Sack gelassen. Das Unternehmen hat still und leise zwei bisher unangekündigte Radeon RX 9050-Grafikkarten auf seiner Website hinzugefügt und gewährt uns damit einen ersten Einblick in die offenbar nächste RDNA-4-GPU der Einstiegsklasse von AMD. Die Einträge, die zuerst von VideoCardz entdeckt wurden, zeigen sowohl eine 8-GB- als auch eine 4-GB-Version der Karte, obwohl AMD bisher noch keines der beiden Modelle offiziell bestätigt hat.

Die RX 9050 ist unterhalb der Radeon RX 9060 und der RX 9060 XT positioniert und damit die bisher günstigste RDNA-4-Desktop-GPU, die wir gesehen haben. Beide Versionen sind mit 16 Compute Units bzw. 1.024 Stream-Prozessoren ausgestattet, was genau der Hälfte der Shader-Anzahl der RX 9060 XT entspricht. Trotz ihrer Positionierung im Einstiegssegment unterstützt die Karte dennoch die neuesten RDNA-4-Funktionen von AMD, darunter Raytracing der dritten Generation, KI-Beschleuniger der zweiten Generation und PCIe 5.0.

Der größte Unterschied zwischen den beiden Modellen liegt im Speicher. Die 8-GB-Version nutzt einen 128-Bit-Speicherbus, während das 4-GB-Modell auf eine 64-Bit-Schnittstelle zurückfällt, wodurch sich die Speicherbandbreite halbiert. Beide Karten nutzen 18 Gbit/s GDDR6-Speicher und sind mit einer Spieltaktfrequenz von 1.920 MHz sowie einer Boost-Taktfrequenz von bis zu 2.600 MHz angegeben.

Das 4-GB-Modell sorgt bereits für Stirnrunzeln. Moderne PC-Spiele stellen immer höhere Anforderungen, und selbst 8-GB-GPUs stoßen bei einigen neueren Titeln allmählich an ihre Grenzen. Vor diesem Hintergrund ist es leicht nachvollziehbar, warum viele glauben, dass die 4-GB-Version letztendlich eher ein reines OEM-Produkt sein könnte, anstatt direkt von AMD an Endverbraucher verkauft zu werden.

 

Technische Daten der AMD Radeon RX 9050 Challenger 4 GB: RDNA 4, 2600 MHz Boost, 4 GB GDDR6, 16 CUs, PCIe 5.0, DirectX 12 Ultimate.

 

Beide Challenger-Modelle verfügen über die gleichen Bildschirmausgänge: zwei DisplayPort-Anschlüsse, einen HDMI-Anschluss und einen einzelnen 8-poligen PCIe-Stromanschluss. Darüber hinaus hat AMD noch nicht bekannt gegeben, ob die RX 9050 im Einzelhandel erhältlich sein wird oder ausschließlich in vorgefertigten Systemen zum Einsatz kommen wird.

Aktuellen Berichten zufolge soll das 8-GB-Modell 279 US-Dollar (239 €) kosten. Das erscheint für eine preisgünstige Grafikkarte zwar etwas hoch, doch der heutige GPU-Markt unterscheidet sich stark von dem vor einigen Jahren. Steigende Speicherkosten haben die Preise auf breiter Front in die Höhe getrieben, sodass der ursprüngliche UVP der Radeon RX 9060 XT von 349 US-Dollar (299 €) im Einzelhandel mittlerweile oft bei 450–480 US-Dollar (ca. 386–412 €) im Einzelhandel.

AMD hat seit der Radeon RX 6400 im Jahr 2022 keine 4-GB-Desktop-GPU mehr auf den Markt gebracht, und angesichts des hohen VRAM-Bedarfs moderner Spiele fällt es schwer, diesen Schritt nicht als Rückschritt zu betrachten – auch wenn die Karte letztendlich eher auf vorgefertigte PCs als auf DIY-Bauer abzielt.

Wie immer: Für die neuesten Nachrichten zu Radeon-Grafikkarten, GPU-Markteinführungen, Hardware-Leaks und Entwicklungen in der gesamten PC-Gaming-Branche solltet ihr unbedingt unsere spezielle Hardware-Berichterstattung verfolgen.

manhkbrady

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Teilzeit-Schriftsteller, Vollzeit-Tetris-Min-Maxing-Spieler. Wusstest du, dass Rhythmusspiele eine Form des menschlichen Benchmarkings sind?

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