Valve hat ein neues Update zu seiner lang erwarteten Steam Machine- und Steam Frame-Hardware veröffentlicht, das darauf hindeutet, dass beide Geräte nach früheren Verzögerungen, die durch branchenweite Speicher- und Storage-Knappheit verursacht wurden, endlich kurz vor der Veröffentlichung stehen.
Laut einem Update, das auf der Steamworks-Dokumentations-Website veröffentlicht wurde, wird die kommende Steam Machine über eine semi-custom AMD-Plattform verfügen, die eine Zen 4-basierte Desktop-CPU mit einem speziellen RDNA 3-Grafikprozessor kombiniert. Valve zielt auf 4K bei 60 FPS in ausgewählten Titeln ab, während Entwickler mindestens 1080p bei 30 FPS erreichen müssen, damit Spiele ein Steam Machine-Verifizierungsabzeichen erhalten.
Obwohl Valve keine detaillierten Benchmarks veröffentlicht hat, behauptet das Unternehmen, dass die Steam Machine etwa sechsmal so leistungsfähig sein wird wie das Steam Deck. Auf dem Papier erscheint diese Schätzung plausibel. Das Steam Deck verwendet eine Zen 2-basierte APU mit einer 4-Kern/8-Thread-CPU und einer 8-CU RDNA 2-GPU, die etwa 1,6 TFLOPS FP32-Leistung liefert. Im Vergleich dazu enthält die Steam Machine Berichten zufolge einen 6-Kern-Zen-4-Prozessor und eine diskrete RDNA-3-GPU mit 28 Recheneinheiten, bis zu 8 GB GDDR6-Speicher, Taktraten von bis zu 2,45 GHz und einem Energiebudget von bis zu 110 W.

Basierend auf den GPU-Spezifikationen allein liegt die theoretische Leistung bei 8,8 TFLOPS, etwa 5,5 Mal höher als die des Steam Decks. Kombiniert mit architektonischen Verbesserungen, dediziertem Grafikspeicher und einer deutlich stärkeren CPU scheint Valves Schätzung einer sechsfachen Leistungssteigerung angemessen.
Natürlich sollte diese Zahl nicht als direkte Versechsfachung der Frameraten in jedem Spiel interpretiert werden. Die Leistung wird weiterhin von Faktoren wie Auflösung, Grafikeinstellungen, Optimierung, CPU- und GPU-Engpässen, Speichernutzung und Proton-Kompatibilität abhängen. Dennoch wird erwartet, dass die Steam Machine im Vergleich zu Valves Handheld einen beträchtlichen Sprung in der Spieleleistung bietet.
Valve hat außerdem weitere Details über den Steam Frame bekannt gegeben. Obwohl das Gerät in erster Linie für das Streaming von PC-Spielen in hoher Qualität konzipiert ist, wird es nicht auf diese Rolle beschränkt sein. Das Unternehmen bestätigte, dass Steam Frame ein voll funktionsfähiges System mit SteamOS ist, auf dem Spiele nativ ausgeführt werden können, ohne dass eine Verbindung zu einem anderen PC erforderlich ist.
Valve hat noch keinen Preis oder ein konkretes Datum für die Markteinführung der beiden Produkte bekannt gegeben. Da die Auslieferung beider Geräte nun aber angeblich noch in diesem Sommer beginnen soll, ist mit weiteren Informationen in Kürze zu rechnen.
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