AMD hat bestätigt, dass der Produktionshochlauf für die nächste Generation der Zen 6 Prozessoren offiziell begonnen hat, beginnend mit den kommenden EPYC "Venice" Server CPUs der 6. Diese Chips werden mit der fortschrittlichen 2nm-Prozesstechnologie von TSMC hergestellt, was einen großen Schritt nach vorne für AMDs Roadmap für Rechenzentren bedeutet.
Der Begriff "Produktionsrampe" bezieht sich auf den Punkt, an dem ein Prozessor über begrenzte Entwicklungsmuster hinaus in die Massenproduktion für den kommerziellen Einsatz übergeht. Mit anderen Worten: AMDs Venice-Prozessoren gelten jetzt als produktionsreif und bereiten sich auf die breite Einführung bei Unternehmenskunden vor.
EPYC Venice basiert auf der neuen Zen-6-Architektur und bietet bis zu 256 CPU-Kerne, was einer Steigerung von 33 % gegenüber der aktuellen EPYC "Turin"-Reihe entspricht, die maximal 192 Kerne aufweist. AMD rechnet außerdem mit einer Leistungssteigerung von bis zu 70 % im Vergleich zur aktuellen Generation.
Die Verbesserungen bei Speicher und Konnektivität sind ebenso signifikant. Es wird erwartet, dass die Speicherbandbreite pro Sockel auf 1,6 TB/s steigen wird, was mehr als eine Verdoppelung der 614 GB/s bedeutet, die bei den Turin-Prozessoren verfügbar sind. Die CPU-zu-GPU-Bandbreite wird ebenfalls um das Zweifache erhöht, was für KI-, Cloud- und High-Performance-Computing-Workloads, bei denen der Datendurchsatz entscheidend ist, von großem Nutzen sein dürfte.

Der Wechsel zum 2nm-Prozess von TSMC ermöglicht es AMD, die Effizienz zu verbessern und gleichzeitig die Anzahl der Kerne, den Cache und die I/O-Funktionen zu erhöhen. Dies gibt Betreibern von Rechenzentren die Möglichkeit, entweder die Leistung innerhalb der bestehenden Leistungsgrenzen zu steigern oder den Stromverbrauch bei gleichbleibender Leistung zu senken.
AMD bestätigte außerdem eine weitere Zen 6 EPYC-Familie mit dem Namen "Verano", die denselben 2nm-Prozess verwenden wird, sich aber stärker auf Effizienz und KI-orientierte Arbeitslasten konzentriert. Verano wird Berichten zufolge native LPDDR-Speicherunterstützung bieten, die auf KI-Systeme der nächsten Generation ausgerichtet ist.
Die Ankündigung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem AMD auf dem Servermarkt weiter an Boden gewinnt. Jüngste Berichte deuten darauf hin, dass AMD EPYC-Prozessoren im ersten Quartal 2026 einen Rekordanteil von 46,2 % am Umsatz mit Server-CPUs erreicht haben - der höchste Anteil, den das Unternehmen je erzielt hat. Im Moment scheinen sich die Zen-6-Pläne von AMD ausschließlich auf Produkte für Unternehmen und Rechenzentren zu konzentrieren. Das Unternehmen hat noch keine Ryzen-Prozessoren für Endverbraucher angekündigt, die auf Zen 6 basieren, was darauf hindeutet, dass die Markteinführung von Ryzen-Desktop-Prozessoren nicht vor irgendwann im Jahr 2027 erfolgen wird.
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