Es gibt bestimmte Momente im Leben, die sich dauerhaft anfühlen, während wir sie durchleben. Die Freunde, mit denen wir jeden Tag verbrachten, schienen irgendwie immer da zu sein. Diese späten Nächte, in denen wir Musik hörten, herumwanderten und nirgendwo hin konnten oder einfach nur nebeneinander saßen, fühlten sich auf die bestmögliche Weise endlos an. Aber das Leben hat die leise Angewohnheit, Menschen auseinander zu reißen, bevor wir es überhaupt bemerken. Und Jahre später ist es oft nicht ein Ort oder ein Mensch, sondern ein Lied, das alles unerwartet zurückbringt. Nur ein paar vertraute Noten können eine Version von uns selbst wieder zum Vorschein bringen, von der wir dachten, sie sei für immer verschwunden. Mixtape ist fast vollständig auf dieses Gefühl aufgebaut.
Das neue Spiel von Beethoven und Dinosaurier versucht nicht, die Spieler mit großen Wendungen oder komplizierten Systemen zu beeindrucken. Stattdessen fühlt es sich an wie eine spielbare Sammlung von Erinnerungen, in der Musik, Jugend und Emotionen zu etwas sehr Persönlichem verschmelzen. Im Mittelpunkt steht Stacy Rockford, eine Teenager, für die Musik mehr ist als nur Unterhaltung. Für sie sind Lieder Identität. Jede Erinnerung hat ihren eigenen Soundtrack, jedes Gefühl gehört zu einer anderen Playlist. Stacy erinnert sich an ihr Leben nicht anhand von Daten oder Zeitleisten, sondern anhand der Songs, die sie in den wichtigsten Momenten begleitet haben. Und ehrlich gesagt, ist dieses Gefühl wahrscheinlich universeller als das amerikanische Coming-of-Age-Setting des Spiels selbst. Fast jeder hat diesen einen Song, der mit einem bestimmten Sommer, einer bestimmten Person oder einer Version von sich selbst verbunden ist, zu der man nie mehr zurückkehren kann. Manchmal erinnert uns ein Lied nicht nur an die Vergangenheit - es erinnert uns daran, wer wir waren, als wir es zum ersten Mal hörten.
Dieser emotionale Kern ist es auch, der das Gameplay von Mixtape prägt. Das Spiel ist nicht an Herausforderungen, Fortschrittssystemen oder traditionellen Gewinnstufen interessiert. Stattdessen driftet es von einem flüchtigen Moment zum anderen, wie verstreute Erinnerungen, die wieder an die Oberfläche kommen. Minispiele tauchen kurz auf, bevor sie für immer verschwinden, und spiegeln so die seltsame und fragmentierte Art und Weise wider, wie sich Menschen an ihre Jugend erinnern. In einem Moment fährt ihr mit dem Skateboard bergab durch die Straßen der Vorstadt, während laute Musik um die Ohren dröhnt; im nächsten fährt ihr rücksichtslos in einem durchgebrannten Einkaufswagen oder stolpert unbeholfen durch einen schmerzhaft ungeschickten ersten Kuss. Keiner dieser Momente ist mechanisch tiefgründig, aber das ist genau der Punkt. Mixtape versucht nicht, die Realität so wiederzugeben, wie sie wirklich passiert ist. Es stellt die Art und Weise wieder her, wie sich Erinnerungen anfühlen, nachdem Jahre vergangen sind - weicher, chaotischer, emotionaler und irgendwie schöner als die Wahrheit selbst. Das ist auch der Grund, warum ich langsam anfing, die perfekte 10/10-Wertung von IGN für das Spiel zu verstehen, auch wenn Mixtape auf den ersten Blick nicht wie die Art von Titel aussieht, die man normalerweise als Meisterwerk bezeichnen würde. Die kurze Laufzeit, das minimalistische Gameplay und das Fehlen eines traditionellen Schwierigkeitsgrades machen das Spiel zu einer sehr persönlichen Erfahrung, die fast ausschließlich davon abhängt, ob es gelingt, etwas Reales im Spieler zu berühren.
Für mich gab es immer noch eine gewisse emotionale Distanz, die durch Kultur und Erziehung bedingt war. Ich bin in den frühen 2000er Jahren in Vietnam aufgewachsen, in einer Welt, die sich sehr von dem kalifornischen Teenagerleben unterscheidet, das im Spiel dargestellt wird. Unsere Jugend war nicht von Hauspartys im Hollywood-Stil oder Garagenbands der MTV-Ära geprägt. Unsere Erinnerungen drehten sich um Internetcafés, die in engen Gassen versteckt waren, um MP3-Dateien, die über Bluetooth ausgetauscht wurden, und um das einfache Glück, einen ganz normalen Abend mit engen Freunden zu verbringen, bevor alle nach Hause gingen. Und vielleicht ist das genau der Grund, warum sich Mixtape’s 10/10 Punkte gleichzeitig verständlich und zutiefst subjektiv anfühlt. Für manche Leute mag es einfach ein gefühlvolles Indie-Spiel mit einem fantastischen Soundtrack sein. Für andere hingegen fühlt es sich an, als würde sich eine Tür öffnen, von der sie dachten, sie sei seit Jahren verschlossen gewesen.
Was am meisten zählt, ist, dass Mixtape selbst über völlig unterschiedliche Kulturen hinweg etwas schmerzhaft Reales einfängt: die Erkenntnis, dass Menschen, die sich einst dauerhaft anfühlten, irgendwie zu Erinnerungen wurden, bevor wir es überhaupt bemerkt haben, und dass die Momente, die wir am meisten vermissen, oft diejenigen waren, die sich zu dem Zeitpunkt völlig gewöhnlich anfühlten.
Mixtape ist nicht perfekt im herkömmlichen Sinne. Aber manchmal reicht es schon aus, wenn ein Spiel den Wunsch weckt, noch einmal auf die eigene Jugend zurückzublicken, damit es zu einem persönlichen 10/10-Erlebnis wird. Wenn ihr neugierig auf Mixtape seid, auf diese emotionalen Türen, die nur darauf warten, wieder geöffnet zu werden, dann ist dieses Spiel auf jeden Fall eine Erfahrung wert. Besucht die offizielle Website des Spiels für weitere Details, und vergesst nicht, unseren Preisvergleicher zu nutzen, um Mixtape zum besten Preis zu bekommen.
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