Aztecs: The Last Sun ist kein weiteres sicheres kleines Stadtspiel, bei dem ihr ein paar Häuser errichtet, den Dorfbewohnern beim Lächeln zuseht und dann Feierabend macht. Dieses Spiel wirft euch direkt in Tenochtitlán, die große aztekische Stadt, die sich aus dem Texcoco-See erhebt, und bittet euch, sie am Leben zu erhalten, während Götter, Menschen, Ressourcen und Gefahren alle in verschiedene Richtungen ziehen. Der Schauplatz allein verleiht dem Spiel schon eine starke Identität. Anstelle des üblichen mittelalterlichen Dorfes oder generischen Fantasy-Königreichs baut ihr Kanäle, gestalten das Land, ernähren euer Volk und versucht, eine ganze Zivilisation unter dem Druck von Mythos und Überleben zu erhalten.
Ihr spielt den Tlatoani, den Herrscher der Stadt, und das bedeutet, dass jede Entscheidung von Bedeutung ist. Ihr platziert nicht nur Gebäude zur Dekoration. Ihr braucht Wohnungen, Produktionsstätten, Lager, Tempel, Bauernhöfe, Handelsrouten und eine funktionierende Wirtschaft, die nicht sofort zusammenbricht, wenn es brenzlig wird. Die Stadt wächst über den See, daher sind Terraforming und die Planung des Layouts ein wichtiger Teil des Spiels. Ihr macht Land urbar, gräbt Kanäle, verbindet Bezirke und verwandelt eine schwierige Umgebung langsam in etwas, das eure Leute tatsächlich ernähren kann.
Aztecs: The Last Sun wird noch interessanter, wenn man Städtebau und Überleben miteinander verbindet. Tagsüber expandiert ihr, verwaltet Arbeiter, sammelt Ressourcen und bereitet die Stadt vor. In der Nacht wird es viel dunkler. Die Mondgöttin und ihre Kräfte sind eine ständige Bedrohung, und das Spiel lehnt sich an die aztekische Mythologie an, mit Ritualen, Opfern, göttlicher Gunst und dem Gefühl, dass eure Stadt immer nur eine falsche Entscheidung von der Katastrophe entfernt ist.
Spieler, die Spiele wie Frostpunk mögen, werden den Reiz des Spiels wahrscheinlich sofort verstehen. Es ist natürlich nicht dasselbe Spiel, aber es besteht ein ähnlicher Druck beim Versuch, eine funktionierende Gesellschaft aufzubauen, während man sich mit strengen Regeln und unbequemen Entscheidungen auseinandersetzen muss. Es geht nicht nur darum, eine hübsche Siedlung zu errichten; man versucht, lange genug zu überleben, um zu sehen, was aus der Stadt werden kann.
Das Spiel bietet auch verschiedene Spielmöglichkeiten, von Story-Inhalten über Sandkasten-Survival bis hin zu einem kreativen Modus für Spieler, die einfach nur bauen wollen, ohne den ganzen Druck. Das macht es einfacher, sich dem Spiel zu nähern, je nachdem, welche Art von Spieler ihr seid.
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