Manche Spiele sind für schweißtreibende Ranglistenspiele gemacht. Manche sind für 80-stündige RPG-Marathons gemacht. Und dann gibt es Hobby Horse, ein Spiel, bei dem man sich ein Stockpferd schnappt, auf die Strecke geht, über Hindernisse springt und am Ende irgendwie eine bessere Zeit hat als erwartet.
Das Spielprinzip ist denkbar einfach. Ihr erstellt euer eigenes Stockpferd, betritt Hindernisparcours, überwindet Sprünge, benutzt Booster, jagt bessere Zeiten und sammelt Trophäen, während ihr euren Stockpferd verbesserst. Es ist teils ein Rennspiel, teils eine Sportsimulation, teils ein albernes kleines Komfortspiel. Es gibt hier keine große Lernkurve, kein kompliziertes Aufbausystem und keinen Druck, so zu spielen, als ob euer Leben davon abhinge. Ihr geht einfach, springt, verpatzt eine Kurve, versucht es erneut und werdet langsam besser.
Aus diesem Grund ist Hobby Horse die perfekte Wahl für eine entspannte Spielesession nach der Arbeit. Es vermittelt das Gefühl von "noch ein Rennen", ohne stressig zu werden. Ihr könnt ein paar Rennen machen, ein paar Dinge freischalten, euren Raum dekorieren und euer Gehirn für eine Weile abschalten. Es ist leicht, lustig und gerade seltsam genug, um eure Aufmerksamkeit zu behalten.
Die Individualisierung macht einen großen Teil des Reizes aus. Das Spiel ermöglicht es euch, euer Stockpferd zu bauen und mit verschiedenen Looks, Farben, Formen und Accessoires zu personalisieren. Auch euer Zimmer wird Teil der Erfahrung, mit Trophäen und Dekorationen, die euren Fortschritt zeigen. Es geht nicht nur darum, Rennen zu gewinnen, sondern auch darum, eure ganze kleine Stockpferdwelt nach eurem Geschmack zu gestalten.
Eine der coolsten Funktionen ist der Track Creator. Wenn euch die Kampagnenkurse nicht ausreichen, könnt ihr eure eigenen Strecken bauen, verschiedene Biome auswählen, Hindernisse platzieren, Boosts hinzufügen und eure Kreationen über Steam Workshop teilen. Das gibt dem Spiel viel mehr Leben, als man von einem so albernen Konzept erwarten würde.
Der einfachste Vergleich ist etwas wie Turbo Golf Racing oder sogar die leichtere Seite von Descenders. Nicht, weil das Gameplay dasselbe ist, sondern weil sie alle diese leicht verständliche, wiederholbare, kursbasierte Energie haben. Hobby Horse tauscht einfach Fahrräder, Autos und Golfbälle gegen Stockpferde aus und macht das Ganze zu etwas viel Verrückterem und Entspannterem.
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