Intel hat offiziell seine Arc G-Series Prozessorfamilie vorgestellt und damit die erste Chipreihe des Unternehmens, die speziell für Gaming-Handheld-PCs entwickelt wurde. Die am 28. Mai angekündigte Serie umfasst zwei Modelle: den Arc G3 und den Arc G3 Extreme, die beide auf Intels Panther Lake-Architektur basieren und mit dem fortschrittlichen 18A-Fertigungsprozess des Unternehmens hergestellt werden.
Beide Prozessoren verfügen über dieselbe 14-Kern-CPU-Konfiguration, bestehend aus 2 Cougar Cove-Leistungskernen, 8 Darkmont-Effizienzkernen und 4 stromsparenden Darkmont-Effizienzkernen. Der Arc G3 bietet Boost-Geschwindigkeiten von bis zu 4,6 GHz und unterstützt eine konfigurierbare TDP von 8 bis 30 Watt. Der Arc G3 Extreme hingegen steigert den Boost-Takt geringfügig auf 4,7 GHz und arbeitet mit einer Leistungsaufnahme von 8 bis 35 Watt. Beide Chips unterstützen LPDDR5X-8533-Speicher.
Der größte Unterschied zwischen den beiden Modellen liegt in der integrierten Grafik. Der Standard Arc G3 enthält eine Arc B370 GPU mit 10 Xe3-Grafikkernen, die mit 2,2 GHz laufen. Beim Arc G3 Extreme wird dies durch einen Arc B390-Grafikprozessor mit 12 Xe3-Grafikkernen, die mit 2,3 GHz getaktet sind, ergänzt, was zusätzliche Spieleleistung für anspruchsvollere Workloads bietet.
Intel hat beide Chips mit modernen Konnektivitätsfunktionen ausgestattet, darunter integriertes Wi-Fi 7, duale Bluetooth 6-Unterstützung und Thunderbolt 4-Konnektivität mit einer Bandbreite von bis zu 40 Gbps. Die Chips sind auch für Handheld-Gaming unter Windows 11 optimiert, einschließlich Unterstützung für einen dedizierten Vollbild-Gaming-Modus im Xbox-Stil.

Apropos Spiele: Die Arc G-Serie ist auch auf Spielefunktionen ausgerichtet. Beide Prozessoren unterstützen DirectX 12 Ultimate, hardwarebeschleunigtes Raytracing und Intels XeSS 3-Technologie. XeSS 3 kombiniert KI-gestütztes Upscaling, Multi-Frame-Generierung und Funktionen zur Verringerung der Latenz, um die Leistung und Reaktionsfähigkeit in unterstützten Spielen zu verbessern. Intel führt außerdem eine vorkompilierte Shader-Unterstützung ein, die es kompatiblen Titeln ermöglicht, Shader-Caches aus der Cloud herunterzuladen, um Ladezeiten zu verkürzen und Stottern zu minimieren.
Intel betritt damit einen Handheld-Markt, der lange Zeit von AMDs Ryzen Z-Serie dominiert wurde, die derzeit wichtige Geräte wie das Steam Deck, das ROG Ally X und das Lenovo Legion Go S antreibt. Wenn die jüngsten Benchmark-Leaks stimmen, ist die Arc G3-Familie Intels wichtigster Vorstoß, um mit einem speziell für diesen Formfaktor entwickelten Prozessor Marktanteile zu gewinnen.
Mehrere Hersteller haben bereits Geräte bestätigt, die mit Prozessoren der Arc G-Serie ausgestattet sind, darunter das Acer Predator Atlas 8, das MSI Claw 8 EX AI+ und ein kommender Handheld von OneXPlayer. Eine breitere Verfügbarkeit weiterer Handheld-Gaming-Geräte wird voraussichtlich im Juni 2026 beginnen und im Laufe des Jahres fortgesetzt.
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