Orbitals: Ein Koop-Abenteuer mit enormem Potenzial

Orbitals zeigt, warum die Switch 2 perfekt für Koop-Abenteuer ist

Die Nintendo Switch 2 baut eine immer interessantere Bibliothek exklusiver Spiele auf, und Orbitals könnte eine der bisher markantesten Neuzugänge werden. Das von Shapefarm aus Tokio entwickelte und von Kepler Interactive veröffentlichte Koop-Abenteuer ist speziell auf zwei Spieler ausgelegt und lässt sich deutlich von der Designphilosophie inspirieren, die Spiele wie It Takes Two und Split Fiction so besonders gemacht hat.

Orbitals soll am 3. September 2026 exklusiv für die Nintendo Switch 2 erscheinen. Anstatt einem herkömmlichen Abenteuer einfach nur einen Koop-Modus hinzuzufügen, hat Shapefarm das gesamte Spielerlebnis rund um die Zusammenarbeit zweier Spieler konzipiert. Sowohl das lokale Split-Screen-Spiel als auch die Online-Kooperation werden unterstützt, und dank der GameShare-Funktion der Nintendo Switch 2 können Spieler das Abenteuer gemeinsam mit einem Freund mit nur einem Exemplar des Spiels genießen.

Orbitals und sein Potenzial, auf der Switch 2 zu glänzen

Der Vergleich mit It Takes Two lässt sich kaum vermeiden, geht jedoch weit über die Tatsache hinaus, dass beide Spiele ausschließlich für zwei Spieler konzipiert sind. Jakob Lundgren, Co-Regisseur von Orbitals, arbeitete zuvor sechs Jahre lang an der Seite von Josef Fares bei Hazelight und trug maßgeblich zum Ansatz des Studios beim kooperativen Spieldesign bei. Diese Erfahrung ist besonders relevant, da Hazelight dazu beigetragen hat, eine moderne Vorlage für narrative Koop-Spiele zu etablieren: Zwei Spieler sollten nicht einfach nur dasselbe Spiel gleichzeitig erleben. Stattdessen sollten die Spielmechaniken sie dazu anregen, zu kommunizieren, Aufgaben aufzuteilen und sich ständig aufeinander zu verlassen.

Orbitals scheint genau dieser Philosophie zu folgen. Im Mittelpunkt des Spiels stehen Maki und Omura, zwei unerfahrene Entdecker, die versuchen, ihre baufällige Raumstation zu retten, nachdem diese in einem mysteriösen kosmischen Sturm gefangen ist. Die beiden Charaktere müssen sich jenseits des Sturms wagen und unbekannte Umgebungen erkunden, wobei der Spielfortschritt von echter Zusammenarbeit abhängt. Der wesentliche Unterschied liegt in der Identität des Spiels. Während It Takes Two ständig Genres und Umgebungen wechselt, um das Gameplay abwechslungsreich zu halten, nutzt Orbitals ein Science-Fiction-Setting und eine bewusst nostalgische Bildsprache, die von japanischen Animes der 1980er Jahre inspiriert ist. Seine Ästhetik schöpft aus der Wärme und dem Designgefühl klassischer Animes, während handgefertigte filmische Sequenzen in Zusammenarbeit mit Studio Massket produziert wurden.

Wie entstand Orbitals?

Nintendos neuestes Creator’s Voice-Video bietet den vielleicht bisher interessantesten Einblick in das Projekt. In dem über siebenminütigen Video sprechen Marcos Ramos, Jakob Lundgren und Hidetoshi Yoshida von Shapefarm über die Entwicklung des Spiels, seine Inspirationsquellen und die Herausforderungen, die mit der Schaffung eines kooperativen Abenteuers von Grund auf verbunden waren. Das Filmmaterial ist besonders wertvoll, da es über die übliche Gameplay-Werbung hinausgeht. Die Entwickler zeigen bisher unveröffentlichte Skizzen und Konzeptentwürfe und geben damit einen Einblick, wie sich die Retro-Anime-Ästhetik von Orbitals während der Produktion entwickelt hat. Das Team erklärt zudem, wie seine visuellen Einflüsse die Charaktere, Umgebungen und die Gesamtpräsentation des Spiels geprägt haben.

Diese Betonung des Entwicklungsprozesses hilft zu erklären, warum sich Orbitals so deutlich von vielen anderen Switch-2-Spielen unterscheidet. Das Team wendet nicht einfach nur einen Anime-Filter auf ein herkömmliches 3D-Abenteuer an. Die visuelle Identität wird als eine der Grundlagen der Spielwelt und der Erzählung behandelt.

Das Video beleuchtet zudem, wie die Entwickler das kooperative Gameplay angegangen sind. Die Spieler werden auf Situationen stoßen, in denen sie ihre Aktionen koordinieren müssen, um voranzukommen, doch das Spiel konzentriert sich nicht ausschließlich auf traditionelle Rätsel. Orbitals wird auch eine Auswahl an Minispielen bieten, darunter sowohl kooperative als auch kompetitive Aktivitäten, die den Spielern die Möglichkeit geben, vom Hauptabenteuer abzuschweifen und einfach gemeinsam Spaß zu haben.

 

 

Das asymmetrische Gameplay könnte die größte Stärke von Orbitals sein

Einer der vielversprechendsten Aspekte von Orbitals ist sein asymmetrisches kooperatives Design. Von den beiden Spielern wird nicht unbedingt erwartet, dass sie zur gleichen Zeit identische Aktionen ausführen. Stattdessen kann jeder Charakter unterschiedliche Aufgaben haben, wodurch Kommunikation zu einem wesentlichen Bestandteil der Problemlösung wird.

Frühere Gameplay-Aufnahmen haben diesen Ansatz besonders gut veranschaulicht. In einer Sequenz muss ein Spieler wiederholt eine CH1B1-Drohne mithilfe einer Strahlenkanone aufladen, während der andere mit einem Schrott-Haken Objekte manipuliert, Mechanismen aktiviert und Wege freimacht. An dieser Stelle wird der Vergleich mit Hazelight besonders interessant.

It Takes Two war erfolgreich, weil die kooperativen Mechaniken den beiden Spielern stets das Gefühl gaben, füreinander nützlich zu sein. Das Spiel gibt jedem Charakter häufig unterschiedliche Werkzeuge oder Fähigkeiten an die Hand, was die Spieler dazu zwingt, zu verstehen, was ihr Partner tut, anstatt einfach nur unabhängig nebeneinander zu spielen. Orbitals scheint eine ähnliche Designphilosophie zu verfolgen, legt jedoch deutlich mehr Wert auf das Lösen von Rätseln und die Interaktion mit der Umgebung.

Das könnte letztendlich wichtiger sein als die Retro-Anime-Optik. Ein markanter Grafikstil mag Spieler zu Orbitals locken, doch sein langfristiger Erfolg wird davon abhängen, ob Shapefarm dasselbe Gefühl der Entdeckung und der gemeinsamen Leistung schaffen kann, das die besten Hazelight-Spiele auszeichnet.

Die Nintendo Switch 2 entwickelt sich zur natürlichen Heimat für Koop-Spiele

Die Veröffentlichung von Orbitals auf der Nintendo Switch 2 hat zudem einen praktischen Vorteil. Koop-Spiele haben sich schon immer besonders gut für Nintendo-Hardware geeignet, wo der lokale Mehrspielermodus nach wie vor ein wichtiger Bestandteil der Plattformidentität ist. Orbitals führt diesen Gedanken weiter, indem es sowohl lokales Split-Screen- als auch Online-Spiel unterstützt, während GameShare das Einladen eines weiteren Spielers erheblich vereinfacht. Die Struktur erinnert an die Friend’s Pass-Philosophie von It Takes Two, die es einem Spieler, der das Spiel besitzt, ermöglicht, eine weitere Person einzuladen, das gesamte Abenteuer zu erleben, ohne dass der zweite Spieler ein weiteres Exemplar kaufen muss.

Dies ist eine wichtige Erkenntnis aus dem jüngsten Erfolg von Koop-Spielen. Das größte Hindernis beim Spielen eines Zwei-Spieler-Abenteuers ist nicht unbedingt die Qualität des Spiels; oft geht es darum, eine bequeme Möglichkeit zu finden, wie zwei Personen darauf zugreifen können. Indem sie die Zusammenarbeit vereinfachen, gestalten sowohl Hazelight als auch Shapefarm ihre Spiele effektiv rund um das soziale Erlebnis, anstatt den Mehrspielermodus als zusätzliches Feature zu behandeln.

 

 

Orbitals muss hohe Maßstäbe erfüllen

Die größte Herausforderung für Orbitals ist daher nicht sein Konzept. Das Spiel verfügt bereits über eine ungewöhnlich starke Identität, einen fesselnden visuellen Stil und ein Entwicklungsteam mit einschlägiger Erfahrung bei Hazelight. Die Schwierigkeit wird darin bestehen, an die Konsistenz von It Takes Two und Split Fiction anzuknüpfen. Die Spiele von Hazelight sind dafür bekannt, ständig neue Mechaniken und Situationen einzuführen, sodass die Zusammenarbeit selten monoton wird. Orbitals muss beweisen, dass seine Rätsel, Plattform-Elemente, Minispiele und Erkundungsmöglichkeiten diese Dynamik während des gesamten Abenteuers aufrechterhalten können.

Gleichzeitig wäre es unfair, zu erwarten, dass Orbitals einfach zu „Nintendos It Takes Two“ wird. Seine größte Chance liegt vielleicht darin, die Grundprinzipien des modernen Koop-Designs mit etwas zu kombinieren, das Hazelight nicht bietet: einem liebevoll gestalteten Retro-Anime-Universum.

Das neueste Creator’s Voice-Video deutet darauf hin, dass Shapefarm diesen Unterschied versteht. Die Entwickler präsentieren Orbitals nicht als einen weiteren generischen Koop-Plattformer. Sie gestalten ein Erlebnis rund um die Idee, dass sich zwei Menschen wie ein Team fühlen sollen, und nutzen dabei die Bildsprache klassischer japanischer Animationsfilme, um diesem Erlebnis eine ganz eigene Persönlichkeit zu verleihen.

Da It Takes Two und Split Fiction zeigen, dass nach wie vor großes Interesse an sorgfältig gestalteten kooperativen Abenteuern besteht, könnte Orbitals genau zum richtigen Zeitpunkt erscheinen.

Orbitals erscheint am 3. September 2026 für Nintendo Switch 2. Ihr könnt Orbitals zum besten Preis vorbestellen bereits jetzt über unseren Preisvergleicher.

Fyra Frost

Fyra Frost

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Von der Abdeckung der MTG-Turniere bis hin zu allem, was mit Spielen zu tun hat, interessiere ich mich für die neuesten Spiele und Gadgets, denn davon kann man nie genug haben!

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